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Forschung

Das Forschungsprofil des Philosophischen Seminars gründet auf einer Erkundung des Menschen nach Geist, Seele und Leib in seinen unterschiedlichen Beziehungen: zur Geschichte, zur Geistigkeit und Transzendenz sowie zu Mitmenschen und Mitwesen. Neben der klassischen Forschungstätigkeit in den verschiedenen Schwerpunkten pflegen wir unter dem Begriff „Experimentelle Philosophie“ einen praktisch übenden Zugang zu den Erkenntniswegen, welche die philosophische Betätigung bietet. An aktuellen Themen aus Forschung und Gegenwartsfragen erproben wir Formate, die einen forschenden Zugang von Dozierenden und Studierenden ermöglichen.

Berichte und neueste Publikationen

Forschungsschwerpunkte

Existenzphilosophie mit einem Schwerpunkt im Denken des Schweizer Existenzphilosophen Heinrich Barth

Die Heinrich Barth-Forschungsstelle macht es sich zur Aufgabe, Philosophie der Existenz auf einer historisch wie systematisch fundierten Grundlage zu betreiben und in aktuellen Forschungsdebatten zu etablieren. Im Zentrum steht dabei die Existenzphilosophie Heinrich Barths (1890–1965) mit ihren systematischen Schwerpunkten (insbes. Existenzphilosophie, Erscheinungsphilosophie/Ästhetik, theoretische Philosophie). Darüber hinaus greift die Forschungsstelle weitere Ansätze des Existenzdenkens im 20. Jahrhundert sowie Vorläufer desselben in ihren Arbeitsschwerpunkten auf und stellt Bezüge zur Philosophie Heinrich Barths her. Die Forschungsstelle verfolgt das Ziel, ihre thematischen Schwerpunkte in Forschungsprojekten und wissenschaftlichen Tagungen sowie diversen Publikationen in historischer Breite und systematischer Tiefe aufzuarbeiten. Angesiedelt ist die Forschungsstelle am Philosophischen Seminar e.V. unter der Geschäftsführung von PD Dr. Kirstin Zeyer. Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit der Heinrich Barth-Gesellschaft in der Schweiz. Aktuelle Beiträge zur Heinrich Barth-Forschung werden u.a. im Bulletin der Heinrich Barth-Gesellschaft herausgegeben.

Aktuelle Forschungsprojekte & Editionen

Tagungen:

  • Fachkolloquium „Heinrich Barths existenzphilosophische Hermeneutik“ (13.–15.11.2026)
  • Forschungskolloquium zu Heinrich Barth, „Wirklichkeit und Möglichkeit“ (22./23.11.2025)
  • Die Zeitphilosophie Heinrich Barths und ihre geschichtlichen Quellen (27.–29.10.2023), Tagung in Freiberg am Neckar, veranstaltet in Kooperation mit der Heinrich Barth-Gesellschaft, der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte e.V. und dem Institut für Philosophie der Universität Oldenburg (Programm)

Kolloquien:

  • Das Erkenntnisproblem (8./9.7.2024), Workshop in Freiberg am Neckar, in Kooperation mit der Heinrich Barth-Gesellschaft.
  • Zum Begriff der Zeit bei Heinrich Barth (5./6.11.2022), Kolloquium im Kloster Machern (Bernkastel-Kues), in Kooperation mit der Heinrich Barth-Gesellschaft

Editionen:

Laufende Editionsprojekte:

  • Vorlesungen zu Kierkegaard von Heinrich Barth (Ediert von Johanna Hueck und Harald Schwaetzer)

Renaissance und Hochmittelalter

Gemeinsam mit der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte e.V. und dem Internationalen Klaus-Reinhardt-Institut pflegt das Philosophische Seminar die Beschäftigung mit Nikolaus von Kues und seiner Zeit. Es gibt einen regelmäßigen Forschungszusammenhang mit den Cusanus-Gesellschaften vor allem in Italien, Japan und Argentinien. Ferner gehören dazu auch seit mehr als zwei Jahrzehnten Tagungen gemeinsam mit der Forschergruppe zur Rheinischen Mystik um Marie-Anne Vannier von der Universität Metz, bei denen insbesondere Meister Eckhart im Blickpunkt des Interesses steht. Die Cusanus-Rezeption bei den Humanisten der Renaissance (Bovillus, Erasmus), aber auch in der frühen Neuzeit (Descartes), sowie im 19. und 20. Jahrhundert ist ebenfalls ein Forschungsgegenstand.

Aktuelle Forschungsprojekte & Editionen

Tagungen:

Das lange 19. Jahrhundert: Deutscher Idealismus, Spätidealismus, Neukantianismus

Das Philosophische Seminar beschäftigt sich mit Positionen des Idealismus im langen 19. Jahrhundert, die von der frühen Phase um 1800 bis in die Zeit des 1. Weltkriegs reichen. Dabei geht es systematisch insbesondere um Positionen der Erkenntnis- und Wissenschaftslehre, der Anthropologie, der Metaphysik und der Naturphilosophie. Schelling, Baader, I.H. Fichte, Carus, Troxler, Spicker, Volkelt und der Marburger Neukantianismus sind Philosophen, denen wir uns widmen. „Vergessene“ Strömungen des 19. Jahrhunderts kommt eine besondere Rolle zu, um mit ihnen auch die Entwicklung von Kultur und Wissenschaft im 19. Jahrhundert in ihrer ganzen Breite sichtbar zu machen und Alternativen für die Gegenwart aufscheinen zu lassen.

Aktuelle Forschungsprojekte & Editionen

Dissertationsprojekt zu Goethe von Paulus Schürmann (betreut von Wolfgang Chr. Schneider und Kirstin Zeyer)

Laufende Editionsprojekte:

  • Edition einer Vorlesungsnachschrift zum Würzburger System Schellings (Harald Schwaetzer)
  • Edition von Gideon Spicker: Versuch eines neuen Gottesbegriffs (1902) (Henning Herrmann-Trentepohl / Harald Schwaetzer)

Laufendes Monographieprojekt:

  • Müllers und Schuberts „Winterreise“ in der Urania-Fassung: lyrische und musikalische Komposition einer Ich-Entwicklung (Harald Schwaetzer)

Abgeschlossene Editionsprojekte:

Spätantike und frühes Christentum

Im Forschungsschwerpunkt wird auf das frühe Christentum geschaut unter der Perspektive spätantiker Philosophie und Spiritualität. Dabei werden auf der einen Seite die Schriften des Neuen Testaments selbst aus diesen Kontexten heraus neu gelesen, übersetzt und kommentiert, auf der anderen Seite werden Denker des spätantiken Platonismus wie Origenes, Julian, Salloustios, Synesios, aber auch Figuren wie Pelagius untersucht. Einen besonderen Stellenwert nimmt die transdisziplinäre, insbesondere künstlerische Rezeptionsgeschichte ein.

Aktuelle Forschungsprojekte & Editionen

Die Lehre vom dreifachen Schriftsinn in ihrer Bedeutung für eine Hermeneutik der Gegenwart

Intellekttheorie und Anthropologie in den Johannes-Kommentaren von Origenes und Augustinus

Laufende Editionsprojekte:

  • Übersetzung und Kommentierung des Johannes-Evangeliums
  • Übersetzung und Kommentierung des Lukas-Evangeliums
  • Übersetzung und Kommentierung von Briefen aus dem Corpus Paulinum (Kolosser, Hebräer)

Publikationsorgane

Reihen

Beispiel-Cover der Aschendorff-Reihe

TSEG: Texte und Studien zur europäischen Geistesgeschichte

Die Reihe „Texte und Studien zur europäischen Geistesgeschichte“  (TSEG) erscheint im Aschendorff Verlag, Münster und wird herausgegeben von Inigo Bocken, Johann Kreuzer, Klaus Reinhardt (†) und Harald Schwaetzer. Eine Übersicht über die Bände ist hier zu finden (Stand: Februar 2024).

Zuletzt erschienene Bände der Reihe B:
Band 26: Di Giampaolo, Andrea: I volti dell’altro. Filosofia e politica in Niccolò Cusano. Münster (Aschendorff) 2023, ISBN 978-3-402-16025-1, 47,00 €.

Band 27: Bunte, Martin: Natur – Kunst – Freiheit. Rousseaus Genealogie der politischen Freiheit. Münster (Aschendorff) 2023, ISBN 978-3-402-16027-5, 49,00 €.

Band 28: Borsche, Tilman / Sabban, Adela / Schwaetzer, Harald / Zeyer, Kirstin (Hrsg.): Sophias Welten und Wege. Festschrift für Wolfgang Christian Schneider. Münster (Aschendorff) 2026, ISBN 978-3-402-16033-6 (gebunden), 70 €.

Erschienene Bände der Reihe A:
Band 1: Reinhardt, Klaus / Machetta, Jorge M. / Schwaetzer, Harald (Hrsg.): Nikolaus von Kues. De non aliud. Nichts anderes. 1. Auflage, 334 S., gebunden, Münster (Aschendorff) 2010,
ISBN 978-3-402-15986-6, 58,00 €.

Band 2: Alanus ab Insulis (Alain de Lille): De Planctu Naturae. Die Klage der Natur.
Lateinischer Text, Übersetzung und philologisch-philosophischer Kommentar von Johannes B. Köhler. 1. Auflage, 674 S., gebunden, Münster (Aschendorff) 2013, ISBN 978-3-402-15992-7, 89,00 €.

Band 3: I. P. V. Troxler: Über das Leben und sein Problem (1807), Elemente der Biosophie (1807). Herausgegeben von Harald Schwaetzer und Sophie Asam. Münster (Aschendorff) 2024, ISBN 978-3-402-16029-9, 38,00 €.

Beispiel-Cover der Roderer-Reihe

PHILOSOPHIE interdisziplinär

Die Reihe „Philosophie interdisziplinär“ erscheint im S. Roderer Verlag, Regensburg und wird herausgegeben von Harald Schwaetzer und Henrieke Stahl. Eine Übersicht über die Bände ist hier zu finden (Stand: November 2025).

Zuletzt erschienene Bände:

Band 56: Stockmar, Stephan: „Ich bin ein Hase“: die Polarität Männlich-Weiblich als „Generator“ im ‚Lebenslauf / Werklauf‘ von Joseph Beuys. Roderer Verlag, Regensburg 2025.

Band 57: Breek, Benjamin: Kritische Existenzphilosophie und christlicher Glaube : eine Studie über die ethischen und theologisch-philosophischen Schriften von Heinrich Barth. Eingeleitet, aus dem Niederländischen übersetzt und mit Kommentaren herausgegeben von Coban Menkveld. Roderer Verlag, Regensburg 2025.

Band 58: Asam, Sophie, und Schürmann, Paulus (Hrsg.): Heinrich Barth: Wirklichkeit und Möglichkeit. Roderer Verlag, Regensburg 2025.

Cover von Contraste

CONTRASTE. Studien zur japanisch-deutschen Kulturkomparatistik

Herausgegeben von Teruaki Takahashi und Tilman Borsche beim Karl-Alber-Verlag.

Kulturphänomene und geistesgeschichtliche Entwicklungen in japanischen und deutschen sowie möglicherweise anderen Sprachräumen werden in dieser Reihe vorgestellt und analysiert.

Bereits erschienene Bände:
Band 1: Japanisch-deutsche Diskurse zu deutschen Wissenschafts- und Kulturphänomenen. Hrsg. v. Tilman Borsche, Teruaki Takahashi, und Yoshito Takahashi. Brill / Fink 2016.
Band 2: Bildung nach Humboldt. Erfolg, Krise und Zukunft einer Idee in Ungarn, Finnland und Japan. Zum 50-jährigen Jubiläum der Dokkyo Universität zu Soka. Hrsg. v. Teruaki Takahashi und Tilman Borsche. Alber 2018.
Band 3: Herder, Japan und das fremde Denken. Hrsg. v. Teruaki Takahashi, Yoichiro Shimada, Makoto Hamada und Tilman Borsche. Alber 2019.
Band 4: Denken | Sehen. Japanisch-Deutsche Spaziergänge auf Kunstwegen. Hrsg. v. Simon Frisch, Tilman Borsche und Teruaki Takahashi. Alber 2024.
Band 5: „Klassisches“. Konzeptualisierungen in West und Ost. Hrsg. v. Teruaki Takahashi und Tilman Borsche. Alber 2026.

Zeitschriften

Beispiel-Cover der AZP

AZP: Allgemeine Zeitschrift für Philosophie

Herausgegeben von Andreas Hetzel, Eva Schürmann, Harald Schwaetzer und Michael Hampe. Redaktion: Dr. Lydia Fechner.

Alle bisher erschienenen Hefte finden Sie beim Verlag frommann-holzboog.

Beispiel-Cover der Coincidentia

Coincidentia. Zeitschrift für Europäische Geistesgeschichte

Herausgegeben von Kirstin Zeyer, Johanna Hueck und Harald Schwaetzer (Geschäftsführung), in Verbindung mit Inigo Bocken, Wolfgang Christian Schneider, Henrieke Stahl und Martin Thomé. Redaktion: Kirstin Zeyer. Eine Übersicht über die Bände ist hier zu finden (Stand: April 2026).

Die Coincidentia ist eine interdisziplinäre wissenschaftliche Zeitschrift. Sie hat sich das Ziel gesetzt, im Sinne des Denkens des Nikolaus von Kues das kulturelle und spirituelle Erbe Europas zu klären, weiterzugeben und für die Gegenwart mit dem Bemühen fruchtbar zu machen, Fragestellungen von übergeordneter Bedeutung für Kultur, Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu erarbeiten und Ideen für Handlungsperspektiven zu entwickeln.

Die Bände können über den Aschendorff-Verlag bezogen werden.

Zuletzt erschienene Bände:
Band 16/1 (2025): Grundlegende Erfahrungen, hrsg. v. Harald Schwaetzer und Kirstin Zeyer

Band 16/2 (2025): Recht und Macht. Der Weg Europas, hrsg. v. Martin Thomé in Verbindung mit Kirstin Zeyer und Harald Schwaetzer

Zuletzt erschienenes Beiheft:
Beiheft 7 (2026): Was heißt und zu welchem Ende studiert man studium generale?, hrsg. v. Johanna Hueck und Fabian Warislohner

Beispiel-Cover der IZfK

IZfK: Internationale Zeitschrift für Kulturkomparatistik

Geschäftsführende Herausgeberin: Prof. Dr. Henrieke Stahl (Slavistik, Universität Trier); Mitherausgeber: J.-Prof. Dr. Franziska Bergmann, Prof. Dr. Andreas Regelsberger, Prof. Dr. Harald Schwaetzer und Prof. Dr. Christian Soffel.

Die bisher erschienenen Bände finden Sie auf der Seite der Universität Trier.

Forschungskooperationen

Prof. Dr. André Bleicher, Professor für Allg. Betriebswirtschaftslehre und strategisches Management

Prof. Dr. Inigo Bocken, Professor of Mystical Theology der Universiteit Leuven und Assistant Professor mit Schwerpunkt Textual, Historical and Systematic Studies of Judaism and Christianity der Radboud Universiteit

Prof. Dr. Gianluca Cuozzo, Professor für Philosophie der Universität Turin, Präsident der italienischen Cusanus-Gesellschaft

Prof. Dr. Claudia D’Amico, Professorin für Philosophie der staatlichen Universität Buenos Aires, Direktorin des Círculo de Estudios Cusanos

Prof. Dr. Ivo De Gennaro, Professor für Philosophie der Freien Universität Bozen, Vizepräsident der Akademie deutsch-italienischer Studien in Meran

Prof. Dr. Oleg Dushin, Professor für Philosophie der staatlichen Universität St. Petersburg, Vorsitzender der russischen Cusanus-Gesellschaft

Dr. Christian Graf, Präsident der Heinrich Barth-Gesellschaft

Prof. Dr. Dr. Yuho Hisayama, Direktor des Kobe Institute for Atmospheric Studies der Universität Kobe, Japan

Prof. Dr. Il Kim, School of Architecture der Auburn University, Präsident der amerikanischen Cusanus-Gesellschaft

Prof. Dr. Johann Kreuzer, em. Professor für Geschichte der Philosophie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Direktor der Forschungsstelle Hannah Arendt-Zentrum sowie der Adorno-Forschungsstelle

Prof. Dr. Salvatore Lavecchia, Professor für Geschichte der Antiken Philosophie und Dozent innerhalb des Masters „Meditazione e Neuroscienze“ an der Universität von Udine, Italien

Prof. Dr. Isabelle Mandrella, Professorin für Philosophie und philosophische Grundfragen der Theologie der LMU München

Prof. Dr. Hiroko Masumoto, Professorin für Germanistik an der Universität Kobe, Japan

Prof. Dr. Armin Owzar, Professor für Neuere und Neueste Geschichte der Université Sorbonne Nouvelle, Paris 3

Prof. Dr. Henrieke Stahl, Professorin für slavische Literaturwissenschaft der Universität Trier, Projektleiterin und Sprecherin der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe (FOR 2603) „Lyrik in Transition“

Prof. Dr. Marie-Anne Vannier, em. Professorin für Theologie der Universität Lorraine (Metz), Direktorin der „Équipe de recherche sur les mystiques rhénans (ERMR)“

Prof. Dr. Markus Vinzent, Max Weber-Kolleg, Erfurt

Prof. Dr. Gesa Wellmann, Juniorprofessorin für Geschichte der Philosophie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Prof. Dr. Kazuhiko Yamaki, Rektor der Bunri University of Hospitality