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Über uns

Im Philosophischen Seminar pflegen wir ein Philosophieren, das die geschichtlichen Phänomene ebenso einbezieht wie die aktuellen Geschehnisse und ihre geistigen Horizonte. Inmitten immer schnellerer gesellschaftlicher Umbrüche, ökologischer Herausforderungen und individueller Krisen wird die Philosophie so zum Ort und zur Methode der Selbsterfahrung und Selbstreflexion. Ausgangspunkte sind die weitsichtigen Ansätze eines europäischen Denkers wie Nikolaus von Kues, die Philosophie der deutschen Klassik, z. B. von Schelling, sowie die Existenzphilosophie des 20. Jahrhunderts, wie sie Heinrich Barth oder Hannah Arendt geprägt haben.

 

Zur Geschichte des Seminars

Das Philosophische Seminar wurde 2019 als Teil der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte gegründet. Die Ausweitung des Angebots – die Zusammenarbeit mit der Studiengangsinitiative „Selbstbestimmt Studieren“ seit 2019, die Weiterbildung Lebendige Philosophie seit 2019, das Begleitstudium Philosophie seit 2022 – und die damit einhergehende innere Verselbständigung führten im Sommer 2022 zur Gründung des Philosophisches Seminar e.V. als eigenständigem Rechtsträger. Laut Satzung ist dieser nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes gemeinnützige Verein tätig „auf den Gebieten von Forschung, Lehre und Weiterbildung, aber auch durch Veranstaltungen des gesellschaftlichen und kulturellen Wirkens im weiteren Sinne. Seine Aufgabe ist es dabei auch, das kulturelle und spirituelle Erbe der Vergangenheit zu erforschen, weiterzugeben und für die Gegenwart, es erneuernd, fruchtbar zu machen.“

Zum Logo des Seminars

In diesem Beitrag können Sie mehr zum Logo des Philosophischen Seminars lesen. Außerdem laden wir Sie zur Lektüre über einen Philosophen ein, mit dem wir als Philosophisches Seminar sehr verbunden sind: Nikolaus von Kues, auf Latein Cusanus genannt. Hier finden Sie einen Aufsatz von Harald Schwaetzer mit dem Titel: „Nikolaus von Kues – Ein Mentor für Europa“, erschienen 2018 in der Coincidentia. Zeitschrift für Europäische Geistesgeschichte.

Warum Philosophie?

Philosophieren ist die Fähigkeit, im scheinbar Alltäglichen und Gewohnten das Staunen, Fragen und selbständige Denken immer wieder neu zu lernen. Jeder Mensch kann philosophieren.

Die Aufgabe, die sich dem Philosophieren stellt, bezieht die geschichtlichen Phänomene ebenso ein wie die aktuellen Geschehnisse und ihre geistigen Horizonte. Inmitten immer schnellerer gesellschaftlicher Umbrüche, ökologischer Herausforderungen und individueller Krisen pflegen wir die Philosophie als Ort und Methode der Selbstreflexion und Selbsterfahrung.

Aus unserem Ansatz, der auf eine Fähigkeitsbildung setzt, die bis in die Lebensvollzüge wirksam wird, ergeben sich auch Kunst und Kultur als Felder des Wahrnehmens und Übens. Durch die Beschäftigung mit der Philosophie, ihrer Geschichte und praktischen Übungen des Denkens und Wahrnehmens entsteht ein zeitgemäßer Weg für die Entwicklung von lebendigem Denken und verantwortetem Handeln. 

Entsprechend sehen wir unsere Aufgabe in der Ausbildung einer der Wahrheit verpflichteten Urteilsfähigkeit, eines Prozessbewusstseins, das realen Lebensvollzügen gerecht werden kann sowie einer daraus entspringenden Fähigkeit zur Selbst- und Weltgestaltung. Für alle drei Bereiche bietet die Philosophie als Schauplatz von eigenen Denkerfahrungen ein besonderes Übungsfeld, sei es in der Weiterbildung, im Begleitstudium für junge Menschen oder in der Lehre für Studierende der Philosophie.

Auch in der Forschung fühlen wir uns dem „Mitspracherecht der Geschichte“ verpflichtet. Weitsichtige Ansätze eines europäischen Denkers wie Nikolaus von Kues, der klassischen deutschen Philosophie oder der Existenzphilosophie des 20. Jahrhunderts bieten Anregungen für aktuelle Fragestellungen im Anthropozän. In all unseren Tätigkeitsbereichen setzen wir auf Kooperationen mit einzelnen Menschen und mit Institutionen, die einen verwandten Ansatz pflegen.

Team

Harald Schwaetzer

Dr. Harald Schwaetzer

Leitungsteam, Weiterbildung, Forschung
Professor für Philosophie an der Freien Hochschule
Gastprofessor an der Universität Witten/Herdecke

Lydia Fechner

Dr. Lydia Fechner

Leitungsteam, Weiterbildung, Forschung

Johanna Hueck

Dr. Johanna Hueck

Leitungsteam, Begleitstudium, Forschung

Tilman Borsche

Prof. Dr. Tilman Borsche

Forschung

Portrait Peter Dellbrügger

Dipl. Volkswirt Peter Dellbrügger

Weiterbildung

Profilfoto Nadja Görz

Nadja Görz, M.A./M.A.

Weiterbildung, Forschung

Paula Kühne Rendtorff

Paula Kühne Rendtorff, M.A.

Weiterbildung

Celeste Rodriguez

Celeste Rodriguez Olivares

Begleitstudium (Seminarbetreuung)

Bernhard Schmalenbach

Prof. Dr. Bernhard Schmalenbach

Weiterbildung

Wolfgang Christian Schneider

Prof. Dr. Wolfgang Christian Schneider

Forschung, Lehre

Portrait Fabian

Fabian Warislohner, M.A.

Begleitstudium, Forschung, IT

Kirstin Zeyer

PD Dr. Kirstin Zeyer

Forschung

Assoziierte Personen

Sophie Asam, M.A.

Forschung

Jakob Bergsma, M.A.

Chorleiter

Pilar Bücker, M.A.

Forschung, Heilpraktikerin für Psychotherapie (Website)

Dr. Matthias Fechner

Universität Trier, Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz / Assoziiert am DFG-Forschungskolleg FOR 2603 „Lyrik in Transition“

Sara Müller, M.A., M.Sc.

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Ausbildung

Christoph Schomann, M.A.

Freier künstlerischer Mitarbeiter

Paulus Schürmann, M.A.

Promotionsstipendium am Philosophischen Seminar

Dr. Stephan Stockmar

Kulturwissenschaftler und Publizist (Website)

E-Mail: sst@wortgartenwerk.de

Assoziierte Institutionen

ICHOS Vokalensemble

Basel (Website)