Nach dem Coincidentia-Heft „Philosophie und Psychologie“ ist nun auch in der Allgemeinen Zeitschrift für Philosophie ein gleichnamiges Heft erschienen. Herausgeber des Heftes ist Ulrich Weger von der Universität Witten/Herdecke (UW/H), dessen Einleitung ist beim Verlag als Open Access verfügbar.
Neben Beiträgen zu Immanuel Hermann Fichtes Psychologie (Cristián Hernández Maturana) und zur ‚Empirischen Selbstbeobachtung‘ (Ulrich Weger/Jonas Göken/Jonas Raggatz) hat Harald Schwaetzer, Mitglied des Philosophischen Seminars und Gastprofessor an der UW/H, über Anna Tumarkins Seelenlehre geschrieben: „Psychologie eines ‚höheren Ichs‘. Anna Tumarkins Grundlegung einer philosophischen Psychologie“. Außerdem hat Christian Graf, Präsident der Heinrich Barth-Gesellschaft, Barths Begriff des Seelischen in einem Beitrag untersucht.
Aus der Beschreibung des Hefts:
Um 1900 hat sich die Psychologie von der Philosophie getrennt. Die seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufkommenden Tendenzen, sich zu einer empirischen Naturwissenschaft zu bilden, wurden für die weitere Formung der Disziplin bestimmend. Daneben hat es jedoch immer eine Psychologie gegeben, die im Gespräch mit der Philosophie geblieben ist – auch wenn sie im 20. Jahrhundert und bis in die Gegenwart eher eine marginale Position einnimmt. Der Themenschwerpunkt hat zum Ziel, eine exemplarische Linie einer philosophischen Psychologie zu beschreiben und zugleich deren systematische Implikationen für eine Wiedergewinnung eines nicht reduzierten Verständnisses einer Wissenschaft von der Seele aufzuweisen.
(Quelle: Verlag frommann-holzboog)
