Seit Herbst 2024 fördert die Karl Schlecht Stiftung unser Begleitstudium Philosophie für Auszubildende und Studierende aller Fächer. Dozentin Johanna Hueck vom Philosohpischen Seminar wurde nun von der Stiftung für deren „Neuigkeiten aus der Stiftung“ interviewt. Unter der Überschrift „Denkwürdig! denken“ spricht sie über die fremd gewordene Fähigkeit des Staunens, über Philosophie als Lebenskunst statt abstrakter Theorie und die Bedeutung des Mottos denkwürdig!, denn:
Der Titel beinhaltet ein Doppeltes: Zum einen weist er darauf hin, dass es – wie Sie sagen – Fragen und Gedanken gibt, die denkwürdig sind. Zum anderen sagt er aus, dass das Denken selbst eine Würde hat, die manchmal vielleicht allzu leicht übersehen wird.
Auf die Frage, was die Teilnehmenden vom Begleitstudium mitnehmen können, antwortet Johanna Hueck:
Sie sollten die Fähigkeit mitnehmen, mit offenem, fragendem Blick in die Welt zu gehen und nicht nur die schnellen Antworten zu suchen. Sie haben ihr Denken an Texten und Fragen geschult, die uns in unserem gegenwärtigen Alltag zunächst fremd erscheinen und uns deshalb ermöglichen, aus gewohnten und womöglich eingefahrenen Denkbahnen herauszutreten und im besten Falle das Denken zu verwandeln. Sie haben gelernt, im Gespräch hinter Meinungen und Worte zu hören und die tiefer liegenden und oft gar nicht so widersprüchlichen Gedanken der Anderen wahrzunehmen und darauf einzugehen. Und sie haben ein geschichtliches Bewusstsein entwickelt, das sie ermutigt, Zukunft zu gestalten. All dies sind wichtige Fähigkeiten für Menschen, die in unserer gegenwärtigen Welt Verantwortung übernehmen wollen.
Das Interview können Sie in den Neuigkeiten der Stiftung in voller Länge lesen.